Schottland: Celtic Glasgow gewinnt FA Cup 2020

Hampden Park, Glasgow, Hearts v Celtic, Callum McGregor (Mitte), Scott Brown
Da ist das Ding! Scott Brown (rechts) und Callum McGregor feiern mit Trainer Lennon
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12.02.2021 - 16:20 | von Ben Friedrich

Für Celtic Glasgow ist es der vierzigste Pokalsieg seit 1892 und Balsam auf die Seele eines jeden Fans. Das Jahr verlief nämlich für die hohen Maßstäbe des Klubs alles andere als befriedigend. Doch zum Abschluss des Jahres zählt diese Trophäe umso mehr.

Beide Klubs sind in der vierten Pokalrunde eingestiegen. Bis ins Finale setzte sich Celtic Glasgow gegen Partick Thistle (2:1), Clyde FC (3:0), St. Johnstone (1:0) und den FC Aberdeen (2:0) durch. Die Hearts of Midlothian kamen derweil gegen die Airdrieonians (5:0), FC Falkirk (1:0), Glasgow Rangers (1:0) und Lokalrivale Hibernian Edinburgh (2:1 n.V.) ins Endspiel.

Das Finale steigt traditionell im Hampden Park von Glasgow, wo auch EM-Spiele 2021 stattfinden. Und den „Hoops“ gelang früh in der Partie ein Traumtor durch Ryan Christie, der den Ball mit links in den Winkel schlenzte. Nachdem Odsonne Edouard zehn Minuten später auf 2:0 erhöhte, hätte man vermuten können, dass der Titelverteidiger die Sache früh klar macht.

Doch die Hearts aus der Hauptstadt Edinburgh, bei denen Ex-Celtic-Keeper Craig Gordon im Tor stand, glichen durch Tore von Liam Boyce und Stephen Kingsley aus. Endlich bewiesen sich die Herzen als würdiger Finalgegner und zwangen den schottischen Giganten in die Verlängerung.

Gleiches Spiel dann in der Extra Time, in der der eingewechselte Leigh Griffiths zwar auf 3:2 für die Bhoys erhöhte, Josh Ginelly aber kurz darauf wieder für den Gleichstand sorgte. Also kam es zum Elfmeterschiessen mit dem jungen Celtic-Goalie Conor Hazard und dem Veteranen Gordon im Tor der Hearts.

Und eben jener junge nordirische Keeper sorgte mit zwei parierten Elfmetern gegen Kingsley und Wighton für Celtic Glasgows Vorsprung. Als letzter Torschütze trat Innenverteidiger Kristoffer Ajer an und versenkte den Ball unhaltbar unter die Latte. Entsprechender Jubel brach unter Celtic-Spielern und Betreuerstab aus, wenn auch vor natürlich leeren Zuschauerrängen.

Der FA-Cup-Sieg ist der zweite Erfolg nach dem Meistertitel im Sommer, den die Mannschaft von Trainer Neil Lennon mit großem Vorsprung zuerkannt bekam. Der Pokalwettbewerb war aufgrund der Pandemie verschoben worden, sodass erst vor Weihnachten die letzten Spiele bestritten werden konnten. Nach dem Ausscheiden aus der Champions League, der Europa League, des League Cups (gegen Ross County) und momentan nur Platz zwei hinter dem Erzrivalen Glasgow Rangers ist der vierzigste Pokalsieg ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Fans der Grün-Weißen.

Tore: Christie (19.), Edouard (29. Elfmeter), Griffiths (105.) für Celtic - Boyce (48.), Kingsley (67.), Ginelly (111.) für Hearts

Elfmeterschiessen: Naismith trifft für Hearts, Griffiths trifft für Celtic, Smith trifft für Hearts, Callum McGegor trifft für Celtic, Lee trifft für Hearts, Christie verschiesst für Celtic, Kingsley verschiesst für Hearts, Johnston trifft für Celtic, Wighton verschiesst für Hearts, Ajer trifft final für Celtic.

Aufstellung Celtic: Hazard - Ajer, Jullien, Duffy, Taylor - Brown, McGregor - Christie, Turnbull, Mohamed Elyounoussi - Edouard

Eingewechselt: Rogic (68. für Turnbull), Laxalt (83. für Taylor), Frimpong (83. für Elyounoussi), Johnston (91. für Duffy), Griffiths (97. für Edouard), Soro (106. für Brown)

Aufstellung Hearts: Gordon - Michael Smith, Halkett, Berra, Kingsley - Irving, Halliday - Walker, Naismith, White - Boyce

Eingewechselt: Ginelly (57. für Walker), Wighton (70. für Boyce), Lee (82. für White), Haring (91. für Halliday), Frear (109. für Irving)

Gelbe Karten: Elyounoussi, Ajer, McGregor, Jullien bei Celtic - Gordon, Halliday, Walker, Naismith, Wighton, Smith bei den Hearts