Monaco - Amiens Tipp, Prognose & Quoten - 08.02.22

Ben am Mo., 07.02.2022 - 18:05
Amiens' Sehrou Guirassy traf beim 1:2 gegen Monaco (08.02.2020)
IMAGO / PanoramiC

Am Dienstag geht es im Stade Louis II zwischen Monaco und Amiens um den Einzug ins Viertelfinale des Coupe de France. Die Monegassen setzten sich in der letzten Runde mit 4:2 gegen den Ligue-1-Klub Lens durch, während die Gäste ihren Zweitliga-Rivalen Nancy auswärts mit 2:0 bezwingen konnten.

Der Gigant aus dem Fürstentum mit Alexander Nübel, Kevin Volland und Ismail Jacobs gegen den kleinen nordfranzösischen Verein mit dem ehemaligen Kölner Tolu Arokudare, das sollte eine klare Angelegenheit sein, oder nicht? Die Buchmacher sehen ASM jedenfalls als klaren Favoriten.

Wir betrachten beide Klubs nochmal aktuell und geben dazu unsere Vorhersage mit drei Tipps ab. Wer sich das Spiel gerne live ansehen möchte, kann dies über den kostenpflichtigen Sender Sport1+ tun.

Monaco sehnt sich seit 31 Jahren nach einem Pokalsieg

Auf der Suche nach dem ersten Titel im Coupe de France seit 1991 startete der AS Monaco mit einem 2:0-Sieg gegen Red Star Paris in den Pokalwettbewerb, bevor man Quevilly Rouen 2:0 und den RC Lens 4:2 besiegte.

Im letzten Spiel am Samstag war die Mannschaft von Trainer Philippe Clement einfach zu stark für den wankenden Giganten Olympique Lyon. Jean Lucas und Wissam Ben Yedder sorgten mit ihren Toren in der ersten Halbzeit für den Unterschied.

Die Monegassen haben nun vier Heimspiele in Folge gewonnen und sind seit der 0:2-Niederlage gegen Marseille im vergangenen September auf eigenem Platz ungeschlagen.

Als Nächstes steht ein Spiel gegen einen Gegner an, der seit 1999 keines der letzten neun Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gewonnen hat. Es war das erste Spiel im H2H-Vergleich, das Amiens damals mit 6:5 nach Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte; damals wie heute ein Pokal-Coup.

Im letzten Sommer kam ASM, noch mit dem inzwischen entlassenen Trainer Niko Kovac, ins Finale und unterlag da Paris Saint-Germain mit 0:2. Man hatte auch da die Chance auf den sechsten Pokalsieg in der Geschichte, aber seit 31 Jahren dauert das Warten nun an.

Wissam Ben Yedder hat in den letzten sieben Spielen in allen Wettbewerben getroffen und im letzten Aufeinandertreffen mit Amiens ausgeglichen, so dass man auf ihn aufpassen muss.

Islam Slimani sorgte damals vor zwei Jahren für den Siegtreffer in der Ligue 1. Danach verließ der Torjäger Monaco Richtung Lissabon und Amiens stieg ab. Der ehemalige Kölner Serhou Guirassy (Foto, links im Bild mit Benoît Badiashile) hatte für Amiens vorgelegt. Mittlerweile spielte er jedoch für Stade Rennes.

Benoît Badiashile, Myron Boadu und Cesc Fabregas sind derzeit mit Muskelverletzungen außer Gefecht gesetzt, während Krepin Diatta wegen eines Knieproblems ausfällt. Monaco hofft gegen Amiens auf den Einsatz von Aleksandr Golovin, nachdem der russische Mittelfeldspieler das letzte Spiel seiner Mannschaft wegen einer leichten Verletzung verpasst hat.

Guirassy hat die Talentschmiede Amiens inzwischen nach Rennes verlassen

Nach dem 1:1 gegen Sochaux am Samstag im Stade Auguste Bonal kam Amiens in der Ligue 2 zum zweiten Mal in Folge auswärts nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Mannschaft von Philippe Hinschberger geriet nach 20 Minuten durch den Treffer von Teixeira Maxime in Rückstand, ehe sie in der 39. Minute durch Aliou Badji ausgleichen konnte.

„Les Licornes“ (die Einhörner) sind nun seit vier Spielen ungeschlagen. Die einzige Niederlage seit dem Jahreswechsel war ein knappes 0:1 gegen den AC Ajaccio am 19. Januar. Nach einem mäßigen Saisonstart kommt die Mannschaft also allmählich in Fahrt und hat sich von den Abstiegsrängen auf Rang 14 abgesetzt.

Im Coupe de France stiegen sie bereits in Runde 1 ein und warfen in fünf Auswärtsspielen Anzin-St-Aubin, AC Cambrai, EA Guingamp und Linas-Montlhéry aus dem Wettbewerb. Zuletzt beim 2:0 in Nancy sorgten Arnaud Lusamba und der ehemalige Kölner Tolu Arokudare für die Entscheidung.

Ein Mal standen die No-Name-Kicker aus dem Norden im Finale des Coupe de France. 2001 verloren sie erst mit 4:5 im Elfmeterschießen und mussten den Pokal Racing Straßburg überlassen. Zuvor hatten sie auf dem Weg ins Endspiel Lambres, Rennes, Le Mans, Reims und Troyes ausgeschaltet.

Amiens-Stürmer Aliou Badji hat sich in letzter Zeit sehr gut entwickelt und in vier Spielen drei Tore erzielt. Er wird voraussichtlich neben Arokodare angreifen. Die Nordfranzosen sind geprägt von einer Vielzahl afrikanischer Talente und somit eine typische Schmiede für zukünftige Durchstarter. Auch der Ex-Stuttgarter Chadrac Akolo ist in der Mannschaft.

Unsere Prognose und Monaco - Amiens Tipp

Amiens hat jetzt schon fünf beachtliche Leistungen erbracht, um so weit zu kommen. Die Aufgabe jetzt ist monströs schwer, denn der AS Monaco ist einer der Favoriten auf den Titel und immer noch angefressen, im letzten Jahr im Endspiel verloren zu haben.

Der Sporting Club wird daher wohl als einer der letzten beiden verbliebenen Zweitligisten die Segel streichen müssen, während Ligue-2-Rivale Bastia gegen Nantes etwas größere Chancen haben dürfte. Außerdem bietet das Viertelfinale ja ein Viertliga-Duell mit Bergerac gegen Versailles.

Als Experten-Tipphilfe raten wir also eher vom Tipp auf die Überraschung ab und sagen vorher, dass Monaco gegen Amiens gewinnt und ins Halbfinale einzieht. Buchmacher Bet365 bietet dazu die beste Wettquote von 1.36. Als Torwette bekommen 2-3 Treffer im Spiel beim selben Anbieter die Quote 2.00.

Die Statistik spricht auch für ein Ergebnis von 2:0 oder 3:0, was in den letzten beiden Aufeinandertreffen im Stade Louis II zutraf. Dazu hat BildBet die beste Quote von 3.75.

Beste Quoten zum Spiel:

Sieg Monaco 1.36 @Bet365
Unentschieden 5.25 @Mobilebet
Sieg Amiens 10.00 @BildBet