Werder Bremen: Nick Woltemade weckt Begehrlichkeiten

Nick Woltemade
Konnte die Niederlage gegen den BVB nicht verhindern: Nick Woltemade (r.).
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16.12.2020 - 08:07 | von Johannes Ketterl

Nach seiner Einwechslung in der 65. Minute gegen Borussia Dortmund ließ Nick Woltemade seine starke Ballbehandlung in einigen Situationen aufblitzen, handelte sich bei einem harten Einsteigen gegen Lukasz Piszczek indes auch eine gelbe Karte ein und konnte am Ende die 1:2-Niederlage des SV Werder Bremen auch nicht verhindern. Das ändert aber nichts daran, dass der 18-Jährige als Riesentalent gilt, dem nicht wenige Experten eine vielversprechende Zukunft prophezeien.

Wo Woltemades Zukunft liegt, ist aktuell allerdings noch offen. Der Vertrag des 1,98 Meter großen Offensivspielers, der sowohl in der Spitze als auch hängend dahinter eingesetzt werden kann, läuft am Ende dieser Saison aus und eine Verlängerung in Bremen ist keineswegs sicher.

Die bisherigen Gespräche zwischen Werder und Woltemade bzw. dessen Beratern verliefen nach Informationen der "Bild" ohne Ergebnis, wobei von Vereinsseite eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt ist, der Junioren-Nationalspieler selbst indes vor allem den kurzfristigen Durchbruch vor Augen hat. Zuletzt war Woltemade mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden und ob vier Einwechslungen in Folge in erster Linie auf das Fehlen der verletzten Niclas Füllkrug, Milot Rashica und Davie Selke zurückzuführen waren, lässt sich im Moment schwer einschätzen.

Vereine aus England und Spanien interessiert

Klar ist unterdessen, dass Woltemade andernorts Begehrlichkeiten weckt und mehrere andere Vereine ein Auge auf den nach jetzigem Stand im Sommer ablösefreien Youngster geworfen haben. Laut "Bild" sollen sich vor allem Klubs aus England und Spanien für Woltemade interessieren, der selbst aber einen Verbleib in Deutschland bevorzugen soll.

Im Januar sind nun die nächsten Gespräche zwischen Woltemade und Werder angesetzt. In diese geht Bremens Manager Frank Baumann mit dem Wissen, "dass es einen Markt gibt" für das Eigengewächs, dessen Abgang für die Grün-Weißen überaus schmerzhaft wäre, im Moment aber trotz aller Bemühungen nicht ausgeschlossen werden kann.