Hertha BSC mit wachsenden Chancen bei Papu Gomez?

Papu Gomez
In Bergamo wohl ohne Zukunft: Papu Gomez.
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13.01.2021 - 17:25 | von Johannes Ketterl

Nach der 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld und erst recht der dabei abgelieferten, einmal mehr enttäuschenden Vorstellung steht Hertha BSC vor dem Gastspiel am Samstag unter Zugzwang. Eine Niederlage sollten sich die Berliner in der Domstadt keinesfalls erlauben, müsste ansonsten der Blick doch klar nach unten gerichtet werden. Spekuliert wird überdies, dass es für Trainer Bruno Labbadia im Falle einer neuerlichen Enttäuschung eng werden könnte. Klar ist unterdessen, dass es im Kader bis zum Ende der Transferperiode am 1. Februar noch Veränderungen geben soll.

Gesucht wird eine Verstärkung für die Offensive, wobei eigentlich ein Flügelspieler ganz oben auf der Agenda steht, der es Matheus Cunha ermöglichen würde, zentraler zu agieren. Denkbar ist aber auch, dass der aktuell ohnehin angeschlagene und für das Spiel in Köln fragliche Brasilianer weiterhin über links kommt und dafür eine zentrale Offensivkraft hinzukommt - oder ein Akteur, der im Wechsel mit Cunha sowohl auf der Zehn als auch auf Außen spielen könnte.

Alejandro "Papu" Gomez, der sich bei Atalanta Bergamo mit Trainer Gian Piero Gasperini so zerstritten hat, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich ist, wäre in einer entsprechend flexiblen Rollenbeschreibung neben Cunha vorstellbar. Wurden die Gerüchte über ein Berliner Interesse am argentinischen Spielmacher zunächst noch als unrealistisch abgetan, zeichnen sich immer mehr doch intakte Chancen auf eine Verpflichtung ab.

Gomez will in Europa bleiben

Zwar gibt es innerhalb der Serie A eine Reihe von Vereinen, die Gomez gerne verpflichten würden, doch zu einem direkten Konkurrenten wie Juventus Turin, dem AC Florenz oder Inter Mailand möchte Bergamo den 32-Jährige italienischen Medienberichten zufolge nicht ziehen lassen. Weil Gomez aber unbedingt in Europa bleiben möchte, dürfte Hertha BSC als solventer Klub aus einer Top-Liga sicherlich eine Option darstellen.

Das zunächst noch hinterfragte Interesse der Berliner soll unterdessen auch tatsächlich vorhanden sein. Dass Gomez die von Manager Michael Preetz betonte Voraussetzung, dass Neuzugänge im Winter eine Soforthilfe darstellen müssen, erfüllen würde, ist zudem auch klar. Bleibt abzuwarten, was die nächsten Tage noch mit sich bringen.