Eintracht Frankfurt: Fragezeichen im Sturm

Dejan Joveljic
Zurück in Frankfurt: Dejan Joveljic.
Foto: imago images / Jan Huebner
20.08.2020 - 08:04 | von Johannes Ketterl

Mit Ragnar Ache (Sparta Rotterdam) und dem im Tausch gegen Mijat Gacinovic von der TSG 1899 Hoffenheim gekommenen Steven Zuber hat Eintracht Frankfurt bislang zwei Neuzugänge präsentiert. Weitere Verstärkungen sollen folgen, was aufgrund der wie fast überall angespannten Finanzlage nicht ganz einfach ist. Abgänge von ausgemusterten oder nicht zwingend benötigten Akteuren könnten indes für etwas Spielraum sorgen.

Der zuletzt an Fenerbahce Istanbul verliehene Simon Falette und der von einer Ausleihe zu NK Osijek zurückgekehrte Marijan Cavar sind in diesem Zusammenhang sicherlich Kandidaten. Ebenso Jetro Willems, der sich bei Newcastle United lange sehr ordentlich präsentiert hat und auf einen Anschlussvertrag in der Premier League hoffen durfte, dann aber von einem Kreuzbandriss zurückgeworfen wurde. Weil Willems noch Zeit benötigt, um wieder zu einer vollwertigen Alternative zu werden, wird es mutmaßlich nicht ganz einfach, für den Niederländer in der bis 5. Oktober verlängerten Transferperiode einen Abnehmer zu finden.

Kandidaten für eine Ausleihe sind derweil die Eigengewächse Nils Stendera, Yannick Brugger, Jabez Makanda und Lukas Fahrnberger, die bei der Eintracht mangels zweiter Mannschaft ansonsten kaum Spielpraxis sammeln könnten. Das Quartett trainiert aktuell unter Athletiktrainer Andreas Biritz separat, um körperliche Rückstände nach dem frühen Abbruch der A-Junioren-Bundesliga aufzuholen. Ebenfalls dieser Trainingsgruppe gehören Cavar und durchaus überraschend Dejan Joveljic an.

Saisonabbruch in Belgien verhindert Spielpraxis

Der 21-jährige Joveljic sollte eigentlich in der Rückrunde auf Leihbasis beim RSC Anderlecht Spielpraxis sammeln, doch nach nur fünf Einsätzen mit einem Tor und einer Vorlage wurde die Saison in der Jupiler League ebenfalls frühzeitig abgebrochen. Nun ist der serbische U21-Nationalspieler, für den Frankfurt vor einem Jahr immerhin vier Millionen Euro an Roter Stern Belgrad überwiesen hat, wieder zurück und hofft auf den Durchbruch im zweiten Anlauf. Allerdings ist die Konkurrenz im Angriff mit Bas Dost, André Silva, Goncalo Paciencia und Neuzugang Ache groß. Die Versetzung in die separate Trainingsgruppe war überdies ein Zeichen, dass Trainer Adi Hütter nicht zwingend mit dem jungen Stürmer plant, für den eine erneute Ausleihe die bessere Lösung sein könnte.