Borussia Dortmund: Kommt Christian Eriksen?

Christian Eriksen
Bei Inter Mailand bislang nicht richtig angekommen: Christian Eriksen.
Foto: imago images / LaPresse
02.10.2020 - 18:30 | von Johannes Ketterl

Während in England in den vergangenen Tagen nochmals Gerüchte aufgekommen sind, dass Manchester United kurz vor Transferschluss doch noch einmal einen Vorstoß in Sachen Jadon Sancho plant, ist es für Borussia Dortmund überhaupt kein Thema mehr, den englischen Nationalspieler noch abzugeben. Generell wird sich nach der Ausleihe von Marius Wolf an den 1. FC Köln im BVB-Kader wohl nicht mehr allzu viel tun. Oder kommt vielleicht sogar noch ein Hochkaräter?

Zumindest sorgt eine Meldung des freilich stets mit Vorsicht zu genießenden Portals "tuttomercatoweb.com" für Aufsehen in und um Dortmund. Demnach soll sich der BVB nach Christian Eriksen erkundigt haben, der erst in der Winterpause von Tottenham Hotspur zu Inter Mailand gewechselt, beim italienischen Vize-Meister bislang aber nicht wirklich glücklich geworden ist.

Ein schneller Abschied des dänischen Spielmachers aus Mailand gilt als nicht ausgeschlossen. Inter würde den 28-Jährigen, der mit einem sicherlich sehr gut dotierten Vertrag bis 2024 ausgestattet ist, wohl aus Gründen der Kostenersparnis auch verleihen, sollte sich kein Verkauf realisieren lassen.

BVB zentral offensiv bereits sehr gut besetzt

Allerdings ist aus verschiedenen Gründen zumindest zu bezweifeln, dass der BVB bei Eriksen Ernst macht. Denn zum einen hat der Standardspezialist in Mailand kaum überzeugt und wäre in Sachen Gehalt alles andere als günstig. Zum anderen verfügt Trainer Lucien Favre schon jetzt im offensiven Mittelfeld über jede Menge Alternativen. Allen voran natürlich Marco Reus, Julian Brandt und Top-Talent Giovanni Reyna. Aber auch Thorgan Hazard, Reinier und Sancho sind als Zehner vorstellbar, ebenso der nun von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufene Mo Dahoud und Jude Bellingham, wenngleich sich die beiden letztgenannten in tieferer Position wohler fühlen.

Weil in diesem Bereich auch kurzfristig kein Abgang mehr zu erwarten ist, würde der BVB mit einer Eriksen-Verpflichtung ein ohnehin schon vorhandenes Luxusproblem noch erweitern. Daher haben die Spekulationen aus Italien wohl nur bedingt eine Grundlage.