Arminia Bielefeld: Ritsu Doan empfiehlt sich

Ritsu Doan
Erste Duftmarke in der Bundesliga: Ritsu Doan.
Foto: imago images / Noah Wedel
19.10.2020 - 07:52 | von Johannes Ketterl

Nicht ganz überraschend hat Arminia Bielefeld am Samstagabend vom FC Bayern München die Grenzen aufgezeigt bekommen. Der Aufsteiger unterlag dem Rekordmeister auf der heimischen Alm mit 1:4, kann aber noch immer auf einen ordentlichen Saisonstart zurückblicken. Vier Punkte aus den ersten vier Partien reichen aktuell zu einem Platz am rettenden Ufer, der es nach Möglichkeit auch am Ende der Saison sein soll.

Seinen Teil dazu beitragen soll Ritsu Doan, der gegen den FC Bayern den Bielefelder Ehrentreffer erzielte und damit zugleich seinen ersten Scorerpunkt im Trikot der Arminia verbuchte. Der Japaner, der inklusive DFB-Pokal in allen fünf Pflichtspielen der noch jungen Saison in der Startelf von Trainer Uwe Neuhaus stand, hat nicht lange gebraucht, um sich in der Bundesliga zu akklimatisieren.

Gegen den FC Bayern durfte Doan nach seinen Einsätzen zuvor in zentralerer Rolle erstmals auf seiner Paradeposition auf dem rechten Flügel ran und deutete seine Qualitäten nicht nur beim Treffer zum 1:4 an. Bekannt sind diese freilich schon länger, bezahlte die PSV Eindhoven doch im Sommer 2019 nicht ohne Grund rund 7,5 Millionen Euro Ablöse für die Dienste des 1,72 Meter kleinen Linksfuß, der dann aber beim niederländischen Spitzenklub nicht wie erhofft Fuß fassen konnte.

Kaufoption für Bielefeld wohl nicht zu stemmen

Bielefeld profitierte davon und lieh den 20-fachen Nationalspieler Japans sogar kostenlos und inklusive Kaufoption aus. Details zur Kaufoption sind zwar bislang nicht bekannt, doch ist mit Blick auf Eindhovens Investition vor einem guten Jahr davon auszugehen, dass diese in einem Bereich liegt, die Bielefelds finanzielle Möglichkeiten übersteigen würde.

Für Doan bietet sich freilich im Arminia-Trikot auch die Gelegenheit, generell Eigenwerbung zu betreiben. Überzeugt der Offensivmann in den kommenden Monaten, ist nicht ausgeschlossen, dass vielleicht ein anderer Bundesligist mit größerer Finanzkraft aufmerksam wird.