1. FC Union Berlin: Hofmann oder Ganvoula?

Philipp Hofmann
Am Samstag noch gegen, bald für Union? Philipp Hofmann.
Foto: imago images / Sportfoto Rudel
13.09.2020 - 16:52 | von Johannes Ketterl

Mit dem 1:0-Erfolg durch den späten Treffer von Nico Schlotterbeck in der 118. Minute hat der 1. FC Union Berlin den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft. Damit verbunden sind Einnahmen aus den Fernsehrechten und der Vermarktung in Höhe von wohl rund 350.000 Euro, die in Corona-Zeiten besonders willkommen sind. Eine noch weitaus höhere Summe wird unterdessen wohl der Abschied von Sebastian Andersson in die Kassen spülen.

Nachdem Trainer Urs Fischer schon am Rande des Pokalspielers erklärt hatte, dass ein Wechsel des zwölffachen Torschützen der vergangenen Saison im Bereich des Möglichen sei, steht Anderssons Engagement beim 1. FC Köln wohl vor dem Abschluss. Der 29 Jahre alte Schwede soll in der Domstadt Jhon Cordoba ersetzen, der seinerseits wohl in die Hauptstadt wechselt, allerdings zu Hertha BSC.

Rund sechs Millionen Euro soll Köln für Andersson bezahlen, der noch bis Anfang August per Ausstiegsklausel für fünf Millionen Euro zu haben gewesen wäre. Mit Blick auf das Alter des Mittelstürmers ist es für Union aus wirtschaftlicher Sicht kein schlechtes Geschäft, sportlich aber sicherlich eine Schwächung.

Hofmann und Ganvoula in ähnlichem Preissegment

Für den Angriff benötigen die Eisernen nun eine Woche vor dem Saisonstart einen Andersson-Nachfolger, wobei sich dem Vernehmen nach bereits zwei Kandidaten in der Auswahl befinden. So berichtet der "Berliner Kurier", dass sich Union sowohl für Philipp Hofmann vom Karlsruher SC als auch für Silvere Ganvoula vom VfL Bochum interessieren soll.

Beide zählten vergangene Saison zu herausragenden Stürmern der 2. Bundesliga und würden wohl trotz laufender Verträge die Freigabe erhalten, wenn die Ablöse stimmt. Für beide steht eine Forderung von etwa vier Millionen Euro im Raum, die Union dank der Andersson-Einnahmen erfüllen und überdies noch ein finanzielles Plus erzielen könnte. Allerdings bliebe natürlich abzuwarten, ob der neue Mann auch an die Quote des Schweden herankommt.