Erzgebirge Aue: Mannschaft erneut in Quarantäne

Erzgebirge Aue
Offenbar wieder ein Corona-Fall im Mannschaftskreis von Erzgebirge Aue.
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29.10.2020 - 21:14 | von Johannes Ketterl

Nach den beiden Auswärtsniederlagen der vergangenen Woche beim Hamburger SV (0:3) und beim VfL Bochum (0:2) hofft Erzgebirge Aue eigentlich darauf, am Samstag im Heimspiel gegen Holstein Kiel die Wende zum Besseren zu schaffen. Ob die Veilchen die Gelegenheit dazu erhalten, ist zur Stunde aber fraglich. Denn abermals sorgt ein positiver Corona-Test für Aufruhr und eine suboptimale Spielvorbereitung, wobei die Austragung des Duells mit den Störchen im Moment alles andere als sicher ist.

Wie "Tag24" berichtet, wurden bei einem der regelmäßigen Tests, den sich der Kader von Erzgebirge Aue wie alle Profimannschaften unterziehen muss, auffällige Werte bei einem Spieler festgestellt. Daraufhin hat sich die gesamte Mannschaft sofort in Quarantäne begeben. Am morgigen Freitag folgt nun eine weitere Testreihe, von der die weitere Vorgehensweise maßgeblich abhängt.

"Am Freitag wird die gesamte Mannschaft nochmals getestet. Sollten weitere Fälle auftreten, ist eine Absage nicht ausgeschlossen", erklärt Aues Geschäftsführer Michael Voigt zum Stand der Dinge und wollte vorab auch keine Mutmaßungen anstellen: "Spekulieren nützt nichts. Wir warten die morgige Testreihe ab, bevor weiterführende Maßnahmen getroffen werden."

Wieder ein falscher Test?

Da der auffällig getestete Profi bislang keine Symptome aufweist, hat man in Aue offenkundig noch die Hoffnung, dass es sich wie etwa vergangene Woche bei den Würzburger Kickers und beim 1. FC Heidenheim um "falsch positive" Ergebnisse handelt. Auch deshalb, weil man beim FCE ein Stück weit ein gebranntes Kind ist, wurde doch schon das Gastspiel beim Hamburger SV Anfang des Monats nach positiven Tests kurzfristig abgesagt, die betreffenden Spieler bzw. Staff-Mitglieder aber direkt danach negativ getestet.

Wann die Tests stattfinden und wann mit den Ergebnissen zu rechnen ist, sickerte bislang nicht durch. Allerdings ist davon auszugehen, dass so früh wie möglich getestet wird - auch, um danach gegebenenfalls noch ein Abschlusstraining abhalten zu können, sofern die Partie nicht abgesagt werden muss.